E-Rechnung als Digitalisierungstreiber: Jetzt den Mitschnitt des VeR-Talks ansehen
Wie wird aus der E-Rechnungspflicht ein echter Digitalisierungsschub? Darüber diskutierte der VeR mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien in Berlin. Rund 250 Interessierte verfolgten die Veranstaltung vor Ort und digital.
Der Countdown läuft: Zum 1. Januar 2027 erreicht die E-Rechnungspflicht in Deutschland ihre nächste wichtige Stufe. Für viele Unternehmen bedeutet das konkreten Handlungsbedarf. Gleichzeitig bietet die E-Rechnung die Chance, Geschäftsprozesse nachhaltig zu digitalisieren und sich schon heute auf das künftige Meldesystem vorzubereiten. Genau darum ging es bei der VeR-Veranstaltung „E-Rechnung als Digitalisierungstreiber“ in Berlin.
Von der E-Rechnung zum Meldesystem
Einen politischen Impuls setzte Michael Schrodi, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen. Er skizzierte den Weg vom analogen Rechnungswesen über die E-Rechnung bis zum geplanten digitalen Meldesystem. Dieses soll nach den aktuellen Planungen zum 1. Juli 2030 in Betrieb gehen, ein freiwilliger Pilotbetrieb ist bereits für Anfang 2029 vorgesehen.
Schrodi hob dabei auch die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Lösungsanbietern hervor und würdigte den VeR als wichtigen Ansprechpartner des BMF bei der Konzeption und Etablierung des Meldesystems.
Im Talk-Panel diskutierten Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Elisa Lutz, Geschäftsführerin von awicontaxTech, FAZ-Wirtschaftskorrespondentin Corinna Budras und Richard Luthardt, stellvertretender Vorsitzender des VeR. Moderiert wurde die Runde von VeR-Vorstand Thomas Philipp Reiter.
Im Mittelpunkt stand dabei eine gemeinsame Perspektive: Die E-Rechnung sollte nicht allein als regulatorische Pflicht verstanden werden. Richtig umgesetzt, kann sie Prozesse automatisieren, Medienbrüche reduzieren und zum Katalysator für die digitale Transformation von Unternehmen und Verwaltung werden. Zugleich zeigte die Diskussion, wo Unternehmen heute noch mit technologischen und prozessualen Unsicherheiten kämpfen.
„Die Schienen sind gelegt“
Für den VeR ist deshalb entscheidend, jetzt auf die bereits vorhandenen Strukturen und Erfahrungen aufzubauen. E-Rechnungsanbieter und Plattformbetreiber verfügen über etablierte Infrastruktur und langjährige Erfahrung – auch aus Ländern, in denen E-Rechnungs- und Meldesysteme bereits umgesetzt wurden.
Richard Luthardt brachte es im Talk auf den Punkt: „Die Schienen sind gelegt. Es gibt eine Infrastruktur.“
Denn die nächste Umsetzungsstufe steht unmittelbar bevor: Mit Ablauf des Jahres 2026 endet die allgemeine Übergangsregelung für die Ausstellung von E-Rechnungen. Für Rechnungsaussteller mit einem Vorjahresumsatz von mehr als 800.000 Euro greift damit ab dem 1. Januar 2027 grundsätzlich die Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen bei den erfassten inländischen B2B-Umsätzen.
Für Unternehmen kommt es jetzt darauf an, vorhandene Lösungen zu nutzen – und die E-Rechnung nicht isoliert zu betrachten, sondern als Ausgangspunkt für durchgängig digitale Prozesse und die Vorbereitung auf das kommende Meldesystem.
Jetzt den vollständigen Mitschnitt ansehen
Wie gut ist Deutschland vorbereitet? Was müssen Unternehmen jetzt tun? Und wie können Politik, Wirtschaft und Lösungsanbieter gemeinsam die nächsten Schritte gestalten? Den vollständigen Mitschnitt der Veranstaltung „E-Rechnung als Digitalisierungstreiber“ gibt es hier:
Mehr Infos und Hintergründe zu E-Rechnung, Meldesystem und digitalem Steuerreporting in Echtzeit: VeR-Strategiepapier zum Meldesystem

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