Verband elektronische Rechnung Der Expertenverband der deutschen E-Invoicing Branche
Open Graph - primeXchange und JustOn

primeXchange und JustOn schaffen Verbindung von Salesforce zu Peppol

Integration in Peppol Access Point erleichtert das Versenden von XRechnungen

Die Technologiepartner primeXchange und JustOn ermöglichen die direkte Anbindung von Salesforce an das Peppol-Netzwerk. Die Integration macht es Unternehmen möglich, Rechnungen automatisch und rechtskonform in das Netzwerk Pan-European Public Procurement OnLine – kurz Peppol – hochzuladen. Damit unterstützen die Softwareunternehmen den Transfer von XRechnungen mit öffentlichen Auftraggebern und erleichtern Finanzprozesse.

“Die Anbindung an Peppol über unseren neuen Partner primeXchange ist für uns ein neuer Meilenstein im Bereich XRechnung. Dabei blicken wir auch in die nahe Zukunft: Voraussichtlich ab 2025 wird dieser Rechnungsstandard in Deutschland im B2B-Bereich generell verpflichtend sein,” so Marko Fliege, CEO von JustOn.

Transfer via Peppol reduziert Aufwand

Die direkte Verbindung des Produkts JustOn Billing & Invoice Management zum Peppol-Netzwerk ist aber auch aktuell eine Notwendigkeit. Die bereits 2020 in Kraft getretene E-Rechnungsverordnung erklärt das Format XRechnung zum gültigen Standard im Rechnungsaustausch mit öffentlichen Einrichtungen (B2G). Die Übertragung von XRechnungen über das offene Netzwerk von Peppol reduziert dabei die Aufwände bei Sender und Empfänger und sorgt für eine hohe Sicherheit.

Zertifizierter Peppol Access Point

Die Kooperation mit primeXchange – als zertifiziertem Access Point Provider – garantiert allen JustOn-Kunden den nahtlosen Datentransfer zu Peppol. Peppol wiederum bietet als Netzwerk eine Verbindung, über die alle registrierten Unternehmen und Institutionen elektronische Rechnungen in gesetzeskonformen Formaten austauschen und darüber hinaus ihre Beschaffungsprozesse (E-Procurement) konform zur Richtlinie 2014/55/EU organisieren können. In der Peppol-Infrastruktur gewährleistet das standardisierte elektronische Format XRechnung die einheitliche Übermittlung von Rechnungen zwischen Unternehmen und öffentlichen Institutionen.

Auch Sebastian Becker, CEO von primeXchange, ist von der Partnerschaft mit JustOn überzeugt: “Wir freuen uns sehr, mit JustOn einen starken Partner auf der Salesforce-Plattform gefunden zu haben. Als zertifizierte Betreiber eines Peppol Access Point und SMP-Anbieter ermöglichen wir so Salesforce-Anwendern Zugang zu einem hochwertigen Service rund um das Peppol-Netzwerk und E-Invoicing-Lösungen.”

Vorteile des Zugangs auf einen Blick

Für Nutzer von JustOn Billing & Invoice Management ergeben sich aus der Integration vor allem die folgenden Vorteile:

  • Möglichkeit, elektronische Rechnungen über Peppol-Netzwerk national und in-ternational auszutauschen
  • hohe Sicherheit im Datentransfer durch direkte und verschlüsselte Übertragung
  • Konformität zu gesetzlichen Anforderungen über ein Vier-Ecken-Modell
  • Kosteneinsparungen durch Automatisierung der Prozesse

Perspektive Facture-X

Das Generieren von XRechnungen und die Anbindung an das Peppol-Netzwerk sind die ersten wichtigen Etappen, auf dem Weg zur komplett digitalisierten Abrechnung. Perspektivisch wird es über JustOn Billing & Invoice Management möglich sein, E-Rechnungen in Formaten zu erzeugen, die in anderen EU-Ländern verpflichtend sind, wie etwa die französische Facture-X.

Für mehr Informationen zu unseren Produkten und unserem Partnerprogramm besuchen Sie unsere Website www.juston.com oder kontaktieren Sie uns direkt.


Über primeXchange

primeXchange zählt zu den führenden Peppol Service Providern in Deutschland. Unter den aktuell etwa 30 vorhandenen Peppol Access Points ist primeXchange einer der knapp 10, die sowohl das Senden (Peppol AP) als auch das Empfangen (Peppol SMP) von Daten über das Peppol Netzwerk ermöglichen. Das vergleichsweise noch junge Unternehmen sieht in dem paneuropäischen und seit geraumer Zeit weltweiten Netzwerk die Zukunft des gesicherten digitalen Datenverkehrs für Deutschland und seine Nachbarn, bietet darüber hinaus aber auch als EDI Service Provider ein klassisches Portfolio rund um E-Invoicing, EDI-Lösungen und Consulting an. Die Lösungen von primeXchange entsprechen den nationalen sowie internationalen rechtlichen Richtlinien und arbeiten in Übereinstimmung mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Mit modernsten Cloud-basierten Lösungen und strengen Sicherheitsprofilen ist die primeXchange vor allem im mittelständischen und kleinunternehmerischen Umfeld ständiger Wegbegleiter für die Digitalisierung von Daten und dem sicheren Transport an die gewünschten Empfänger. Mehr unter: www.primexchange.de

 

Über JustOn

Seit 2010 steht JustOn für die erfolgreiche Automatisierung von Abrechnungs-, Zahlungs- und Buchhaltungsprozessen auf der Salesforce-Plattform. Die von JustOn entwickelten innovativen Softwarelösungen digitalisieren wichtige Finanzprozesse in namhaften Unternehmen weltweit. Diese sparen nicht nur Zeit und Kosten, sondern profitieren ebenso von der transparenten und fundierten Auswertung Ihrer Schlüsselkennzahlen wie Cashflow oder Kundenfluktuationsraten. Mehr unter: https://www.juston.com/

Unternehmenskontakt
Dr. Inka Daum
JustOn GmbH
Mälzerstr. 3
07745 Jena

Tel: 03641 – 559 85 81
E-Mail: presse@juston.com
Internet: www.juston.com

Open Graph - Rechnungen mit QR-Code

Rechnungen mit QR-Code für schnelle und fehlerfreie Überweisungen

Neues Feature erleichtert Ihren Kunden den Bezahlprozess

Über die Abrechnungssoftware JustOn Billing & Invoice Management ist es nun möglich, Rechnungen mit einem QR-Code zu versehen. Diese Funktion zum Erstellen von QR-Rechnungen erfüllt in der Schweiz den Standard für maschinenlesbare Rechnungen, erleichtert aber auch Unternehmen anderer europäischer Länder und deren Kunden die Zahlvorgänge.

Die Verwendung von QR-Codes auf Rechnungen ermöglicht es Endkunden, schneller und fehlerfrei zu bezahlen. Dieser Code enthält alle für eine Zahlung notwendigen Informationen und kann von mobilen Geräten mit entsprechender Software zum Online-Banking gelesen werden. Ein einfacher Scan initialisiert Zahlungsvorgänge.

Der Umgang mit QR-Rechnungen ist unkompliziert und damit benutzerfreundlich: Im ersten Schritt scannen Rechnungsempfänger den QR-Code mit der Banking-App auf ihrem mobilen Endgerät vom Bildschirm oder der Papierrechnung. Ihnen werden daraufhin alle Zahlungsdetails wie Zahlungsempfänger, IBAN und BIC angezeigt. Im zweiten Schritt bestätigen die Nutzer die Zahlung und schließen damit den Bezahlvorgang ab. Dieses Vorgehen garantiert einen fehlerfreien Datentransfer und erleichtert nicht nur Endkunden die Zahlung, sondern das Banking und das damit verbundene Zahlungsmanagement in Unternehmen.

Die Abrechnungssoftware JustOn Billing & Invoice Management erzeugt ab der Version 2.90 nicht nur QR-Codes für SEPA-Überweisungen, sondern auch für die von JustOn Cash Management zur Verfügung gestellte Zahlungsseite und fügt sie in Rechnungs-Pdfs. ein.

Der Inhalt der QR-Codes für den SEPA Credit Transfer ist selbstverständlich konform zu den vom European Payments Council definierten Guidelines to Enable Data Capture for the Initiation of a SEPA Credit Transfer. Damit sind Unternehmen auf der sicheren Seite und profitieren von allen Vorteilen der integrierten QR-Code.

Für mehr Informationen buchen Sie gern eine kostenlose Webdemo.


Über JustOn

Seit 2010 steht JustOn für die erfolgreiche Automatisierung von Abrechnungs-, Zahlungs- und Buchhaltungsprozessen auf der Salesforce-Plattform. Die von JustOn entwickelten innovativen Softwarelösungen digitalisieren wichtige Finanzprozesse in namhaften Unternehmen weltweit. Diese sparen nicht nur Zeit und Kosten, sondern profitieren ebenso von der transparenten und fundierten Auswertung Ihrer Schlüsselkennzahlen wie Cashflow oder Kundenfluktuationsraten. Mehr unter: https://www.juston.com/

Unternehmenskontakt
Dr. Inka Daum
JustOn GmbH
Mälzerstr. 3
07745 Jena

Tel: 03641 – 559 85 81
E-Mail: presse@juston.com
Internet: www.juston.com

Open Graph - invoicefetcher

Verband elektronische Rechnung begrüßt invoicefetcher als neues Mitglied

VeR stärkt mit Eingangsrechnungs-Automatisierer invoicefetcher die Verbandsgemeinschaft

München, November 2023 – Der Verband elektronische Rechnung (VeR) zählt seit kurzem auch das in Schönefeld (Brandenburg) ansässige Unternehmen invoicefetcher zu seinen Mitgliedern. Als SaaS-Anbieter für den automatischen Download von Rechnungen aus Online-Portalen und E-Mails stehen unter anderem Steuerkanzleien, Buchhaltungsbüros und Unternehmen aus verschiedenen Branchen auf der Kundenliste von invoicefetcher. Damit fügt sich das Unternehmen perfekt zu den Know-how-Trägern beim VeR, die sich der Einführung des elektronischen Rechnungsaustauschs in der deutschen Wirtschaft verschrieben haben.

Tim Roßky, Vorstand im Verband elektronische Rechnung (VeR), sieht in invoicefetcher einen wichtigen Partner der Verbandsgemeinschaft E-Invoicing-Experten: „Ein Blick auf die Klientel und das Serviceangebot von invoicefetcher zeigt deutlich, dass der VeR durch die Aufnahme dieses Unternehmens erneut um umfassende Fachkenntnis in den unterschiedlichsten Branchenbereichen erweitert wird. Das ist für uns auf dem Weg zur Einführung des obligatorischen elektronischen Rechnungsaustausches in Deutschland von großem Nutzen. Genau darin liegt schließlich der Kern unserer Gemeinschaft: Wir streben danach, die digitale Umwandlung zum elektronischen Rechnungsaustausch für alle Beteiligten so einfach, effektiv und zügig wie möglich zu realisieren.“

VeR-Neumitglied invoicefetcher bietet Steuerberatungen und Buchhaltungen in Unternehmen jeder Größenordnung und Branche Lösungen für den zentralisierten und automatisierten Belegeingang bis in die Buchhaltungssoftware. Im Portfolio befinden sich eine Vielzahl von Import- und Exportmöglichkeiten, Konnektoren, Automatisierungen und Schnittstellen.

„Als Gründer und geschäftsführender Inhaber von invoicefetcher freue ich mich darauf, dass wir uns nun als Mitglied im VeR politisch und technisch einbringen können“, erklärt invoicefetcher Geschäftsführer Phillip Strauch. „Die Mitgliedschaft wollen wir nutzen, damit die elektronische Rechnung und der damit verbundene Rechnungsaustausch, und vor allem der Rechnungseingang aus E-Mails und Online-Portalen, für kleine und mittlere Unternehmen zu einem echten digitalen Erfolg wird.“

In der Buchhaltung und in Steuerkanzleien können Prozesse mit den richtigen Strategien und Standards durch den korrekten Einsatz von Technik in ihrer Effizienz gesteigert werden. invoicefetcher organisiert und automatisiert für mehr als 11.800 Kunden den Rechnungseingang aus Online-Portalen, E-Mails und Scans. Dadurch sparen Kunden viele Arbeitsstunden, Geld und letztlich Nerven.

Mit der Neudefinition einer B2B-Rechnung hin zu einem strukturierten Datensatz steht die deutsche Wirtschaft vor einem nie dagewesenen Digitalisierungsschub, aber auch vor enormen Herausforderungen.

Die verpflichtende E-Rechnung kommt für Deutschland

In vielen europäischen Ländern bereits etabliert, setzen sich vermehrt auch deutsche Unternehmen und Institutionen mit der Planung, der Ausgestaltung und dem Einsatz von digitalen Rechnungsaustauschprozessen auseinander. Damit folgen sie der Vision des Bundesministeriums der Finanzen (BMF). Das hat die Umstellung auf den verpflichtenden elektronischen Rechnungsaustausch für alle geschäftlichen Transaktionen deutscher Unternehmen im In- und Ausland ab dem Jahreswechsel 2024/25 mit seinem Entwurf des neuen Wachstumschancengesetzes klar umrissen.

Weitere Informationen zum VeR erhalten Sie unter www.verband-e-rechnung.org.


VeR-Experten für Hintergrundgespräche oder Interviews

Gerne unterstützen die VeR-Experten Sie bei Ihrer redaktionellen Arbeit rund um die ViDA-Initiative der EU, den elektronischen Rechnungsaustausch und dessen Bedeutung für ein digitales Meldesystem zur Umsatzsteuer in Deutschland.

Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage einfach an:

Björn Berensmann, VeR-Pressereferent
E-Mail: presse@verband-e-rechnung.org
Telefon: 089 95 45 754 50


 

Phililip Strauch - infofetcherPhillip Strauch
Geschäftsführender Inhaber, invoicefetcher
Foto: Andreas Herz

 

 

 

 

Portraitbild Tim Roßky, VeRTim Roßky
Vorstandsmitglied, Verband elektronische Rechnung (VeR)

 

 

 

 

 


Über den Verband elektronische Rechnung (VeR)

Der 2009 gegründete Verband elektronische Rechnung (VeR) mit Sitz in München vertritt die Interessen von Dienstleistern im Bereich der elektronischen Rechnungs- und Dokumentenverarbeitung und diesen nahestehenden Unternehmen. Der Verband versteht sich damit als Sprachrohr der gesamten E-Invoicing-Wirtschaft. Im Auftrag seiner über 60 Mitglieder verfolgt der VeR das Ziel, E-Invoicing als Standard zu etablieren, sodass Unternehmen aller Größen einfach und sicher am elektronischen Rechnungsaustausch teilnehmen können.

Mehr unter www.verband-e-rechnung.org

Über invoicefetcher

Gegründet wurde invoicefetcher® im Februar 2016 im brandenburgischen Schönefeld und blickt bereits jetzt auf ein kräftiges organisches Wachstum und erfolgreiche Kooperationen mit zahlreichen Unternehmen zurück. Die deutsche Cloud-Software bietet enormes Einsparpotenzial beim automatischen Zusammentragen von Eingangsrechnungen aus Online-Portalen, E-Mails und Scans. Damit wird der Rechnungseingang für Geschäftskunden auf das Wesentliche reduziert. Buchhaltungsvorbereitende Systeme, etablierte Buchhaltungssoftware, ERP-Systeme sowie Dokumentenmanagementsoftware steigern durch die Integration und die automatische Zulieferung durch invoicefetcher® ihren Mehrwert. Das System invoicefetcher® ist eine komplette Eigenentwicklung im Eigenbetrieb und garantiert eine sehr hohe Zuverlässigkeit, Datensicherheit und Datenschutz nach neuesten Standards. Datenauswertung und Datenverkauf gehören nicht zum Geschäftsmodell des Auftragsdatenverarbeiters. Das vom Jungunternehmer Phillip Strauch gegründete Unternehmen startete auf der CeBIT im März 2017 mit dem Ziel, den Empfang und das Sammeln von digitalen Belegen für Geschäftskunden zu automatisieren und zu vereinfachen. Das Ziel ist dabei immer: Die Prozesse auf das Wesentliche zu reduzieren und so einfach wie möglich zu gestalten. Die Zahlen sprechen dabei für sich: Bis heute haben über 29 Zielsysteme für Vorbereitung, Belegfreigabe, Buchhaltung und Dokumentenmanagement eine Kooperation mit invoicefetcher® begonnen und für die etwa 9000 Unternehmenskunden weltweit wurden bereits über fünf Millionen Eingangsrechnungen aus Online-Portalen automatisch abgerufen und verarbeitet.

Mehr unter www.invoicefetcher.com.

Pressekontakt

Björn Berensmann, Pressestelle
Tel: +49 (0)89 95 45 754 51
Fax: +49 (0)89 95 45 754 69
E-Mail: presse@verband-e-rechnung.org

Verband elektronische Rechnung e.V. (VeR)
Schackstr. 2
80539 München

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Blogserie “Digitalisierung des Rechnungsverkehrs” |Teil 3

Mehrwertsteuer-Lücke in der EU: Auslöser der E-Rechnung?

Ein wichtiger Teilaspekt bei der Einführung der E-Rechnung im B2B-Bereich und der damit verbundenen Einführung eines einheitlichen E-Meldesystems ist zweifellos die EU-weite Mehrwertsteuer-Lücke. Ein zunächst harmlos klingender Begriff, der zu einem Großteil einen kriminellen Hintergrund hat und den Steuerbehörden große Sorgen bereitet. 

Die Folgen sind jedoch auch in Deutschland weitreichend: Dem Staatshaushalt entgehen jährlich viele Milliarden Euro Steuereinnahmen. Bei näherer Betrachtung der Entwicklung der Mehrwertsteuer-Lücke innerhalb der EU in den letzten Jahren wird deutlich, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Denn: Mit Maßnahmen gegen diese teilweise systematischen Mehrwertsteuer-Verluste könnten die EU-Kassen entscheidend gestärkt werden. Geld, das gerade in der heutigen Zeit dringend benötigt wird, auch in Deutschland und trotz – oder besser: auch wegen – Doppel-Wumms, Sondervermögen und Wachstumschancengesetz.

Was bedeutet „Mehrwertsteuerlücke“ und wie entsteht sie?

Zur Definition: Die Mehrwertsteuer-Lücke beschreibt die faktisch entgangenen Steuereinnahmen gegenüber der theoretischen Mehrwertsteuer-Berechnungen der Steuerbehörden. Die Diskrepanz ergibt sich aus der Differenz zwischen der de facto fälligen Mehrwertsteuer und den tatsächlichen erfolgten Einnahmen.

Immerhin: Im Jahr 2018 schrumpfte die Lücke geschätzt um immerhin 4,6 Milliarden Euro. 2019 lag der Wert dann bei fast 6,6 Milliarden Euro „weniger“ Verlusten – derzeit liegen diese sogar noch etwas niedriger. Dieser Vergleich zum Vorjahr zeigte eine positive Entwicklung im Kampf gegen die Mehrwertsteuer-Lücke aus den Vorjahren auf. Das klingt auf den ersten Blick zwar vielversprechend. Fakt bleibt jedoch:

Insgesamt belief sich die Höhe der Mehrwertsteuer-Lücke im Jahr 2019 auf stattliche 134 Milliarden Euro.

Um keinem Missverständnis zu erliegen: Nicht allein kriminelle Absichten stecken hinter der unsachgemäßen Entrichtung der Mehrwertsteuer. Für falsche oder ausbleibende Zahlungen kann es mehrere Gründe geben, wie:

  • eigene Falschberechnungen
  • unordentliche Buchführung
  • länderübergreifende (oftmals sprachliche oder währungsrelevante) Fehler

Mit Standards und Transparenz gegen die Mehrwertsteuerlücke

Es ist zweifelsohne in jüngster Vergangenheit ein positiver Trend bei der Bekämpfung zu erkennen, dennoch bedarf es zukünftig umfassenden Bemühungen, die Lücke weiter zu schließen. Die hiermit einhergehenden Prozesse werden jedoch beachtliche Investitionen erfordern.

Der entscheidende Treiber hierbei: Die Einführung einer flächendeckende E-Rechnungspflicht in Deutschland.

Auf Basis eines einheitlichen E-Invoicing-Standards, der optimalerweise auch den digitalen – und für die Steuerbehörden nachvollziehbaren – Rechnungsaustausch über die Grenzen der EU-Mitgliedstaaten hinweg ermöglicht, könnte auch Deutschland sich den bisher entgangenen Milliarden-Topf an „verlorenem“ Steuergeld sichern – ähnlich wie es in Italien bereits seit einigen Jahren erfolgreich der Fall ist. Neben anderen, ebenfalls dringenden Maßnahmen, wäre das ein wichtiger Meilenstein bei der Bekämpfung des Mehrwertsteuer-Betrugs im europäischen Binnenmarkt.

Doch: Es bedarf hier eines Brückenschlags von derzeit nur lokal verpflichtenden Meldungen von B2B-Umsätzen hin zur Meldeverpflichtung von grenzüberschreitenden Transaktionen. Den Anfang in diese Richtung machte bereits die EU-Initiative „VAT in the Digital Age“ (ViDA). Diese befasst sich mit der Forschung nach technologischen Möglichkeiten zur Bekämpfung des Mehrwertsteuer-Betrugs und deren europaweiten Umsetzung. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Zahlen betreffend der Mehrwertsteuer-Lücke kritisch hinterfragt werden sollten. Sie setzen sich aus einer Vielzahl von Faktoren zusammen. Die Lücke kann demnach nicht allein auf den reinen Rechnungsverkehr als Ursache reduziert werden.

E-Invoicing kann nicht alle Probleme lösen – aber einige der wichtigsten schon!

E-Invoicing ist also nur ein Teilaspekt, der auf die wirksamen Maßnahmen zur Reduktion der am Fiskus vorbeigegangenen Mehrwertsteuer. Im europäischen Kontext gilt es außerdem, den Binnenmarkt stärker zu verknüpfen – auch, indem der Digitalisierungsgrad erhöht wird. Hiermit geht einher, dass so genannte Karussellbetrugsgeschäfte und Insolvenzbetrug verringert werden und sich allein daraus bereits die Mehrwertsteuer-Lücke schmälern lassen kann. 

Vorschau: Im kommenden vierten Teil unserer Blogserie geht es um die Entwicklung des E-Invoicing in Italien. Das Land konnte in jüngster Vergangenheit große Erfolge bei der Eindämmung des Mehrwertsteuer-Betrugs einfahren. Dies nicht zuletzt auch durch die Einführung der verpflichtenden E-Rechnungsstellung.

Hinweis: An dieser Blogserie hat der Münchner Steuerassistent Niklas Friedrich inhaltlich mitgewirkt. Er hat seine Masterarbeit über die „Digitalisierung des Rechnungsverkehrs“ geschrieben und engagiert sich im Verband elektronische Rechnung (VeR).