Verband elektronische Rechnung
Der Expertenverband der deutschen E-Invoicing Branche

Die Infrastruktur steht – jetzt beginnt die digitale Transformation

VeR prägt die Debatte über die nächste Entwicklungsstufe der E-Rechnung

Der Verband elektronische Rechnung (VeR) hat den diesjährigen E-Rechnungsgipfel vom 22. bis 24. Juni 2026 in Berlin erstmals offiziell als “Thought Leader” begleitet.

Damit wurde eine Rolle sichtbar, die der Expertenverband der deutschen E-Invoicing-Branche seit vielen Jahren innehat: Der Verband gestaltet den führenden Fachkongress rund um die elektronische Rechnung seit über einem Jahrzehnt dank seiner Expertise maßgeblich mit und setzt entscheidende Impulse für Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Die offizielle Thought-Leadership unterstreicht den Anspruch des VeR, die fachliche Entwicklung der E-Rechnung nicht nur zu begleiten, sondern aktiv voranzutreiben. Mit einer Eröffnungs-Keynote, mehreren Paneldiskussionen, Fachvorträgen, Moderationen und Round Tables sowie dem vorgeschalteten VeR-Dialogforum und einem praxisorientierten Workshop für Einsteiger setzte der Verband auch 2026 wesentliche Akzente auf der Agenda des Kongresses.

„Die Rolle als offizieller Thought Leader verstehen wir nicht als Auszeichnung, sondern als aktiven Arbeitsauftrag. Seit vielen Jahren bringen wir diejenigen zusammen, die die Digitalisierung des Rechnungswesens gestalten. Dass diese Rolle nun auch offiziell sichtbar wird, freut uns sehr – und bestärkt uns darin, den fachlichen Dialog weiter aktiv voranzutreiben.“

Ivo Moszynski, Vorstandsvorsitzender des VeR

VeR gestaltet den fachlichen Auftakt

Bereits der Montag stand ganz im Zeichen des Wissens- und Erfahrungsaustauschs. Im VeR-Dialogforum diskutierten Mitgliedsunternehmen und Expertinnen und Experten aktuelle Entwicklungen rund um E-Rechnung, ViDA, Peppol und zukünftige Meldesysteme. Das Format hat sich als Plattform etabliert, um aktuelle Herausforderungen offen zu diskutieren und gemeinsame Positionen zu entwickeln.

Am Nachmittag folgte der Workshop „E-Invoicing Basics – Ihr 10-Punkte-Plan zur erfolgreichen Einführung der E-Rechnung“, den der VeR inhaltlich gestaltete. Das praxisorientierte Format richtete sich insbesondere an Unternehmen, die sich aktuell mit der Einführung oder Weiterentwicklung ihrer E-Rechnungsprozesse beschäftigen.

Expertenverband setzt inhaltliche Schwerpunkte

Auch an den beiden eigentlichen Konferenztagen war der VeR auf der Hauptbühne und in den Fachforen präsent. Den Auftakt bildete die Eröffnungs-Keynote von Ivo Moszynski, der den Stand der E-Rechnung in Deutschland einordnete und den Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte richtete. Im anschließenden Strategiepanel diskutierte Richard Luthardt die erfolgreiche Umsetzung der E-Rechnung bis 2027. Thomas Philipp Reiter moderierte unter anderem das Panel „E-Rechnung im Mittelstand – Pflicht oder Chance?“, während Michael Walther die Bedeutung von Peppol für die deutsche E-Rechnungsverpflichtung erläuterte.

Ein besonderes Highlight war am zweiten Kongresstag das Panel „Mehr Automatisierung, bessere Datenqualität: Erfolgswege für die E-Rechnung im Handel“, moderiert von Nina Harms. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern führender Handelsunternehmen wurde deutlich, welche zentrale Rolle standardisierte Prozesse und interoperable Netzwerke gerade in transaktionsstarken Branchen spielen.

Mit der Session „Meldesystem 2030 – Pflicht oder Produktivitätsschub?“, die Richard Luthardt gemeinsam mit Dr. Donovan Pfaff gestaltete, griff der VeR zudem eines der strategisch wichtigsten Zukunftsthemen der Branche auf.

Die Infrastruktur steht – jetzt beginnt die Transformation

So unterschiedlich die Themen des Kongresses waren, so eindeutig fiel das gemeinsame Fazit aus:

Die Grundlagen sind geschaffen. Jetzt beginnt die eigentliche digitale Transformation.

Die Einführung der E-Rechnung hat in Deutschland eine leistungsfähige Infrastruktur hervorgebracht. Standards wie EN 16931 und Peppol sind etabliert, Netzwerke funktionieren und professionelle Provider bieten ausgereifte Lösungen für Unternehmen jeder Größe.

Damit verschiebt sich der Fokus der Diskussion. Ging es in den vergangenen Jahren vor allem um gesetzliche Anforderungen und technische Standards, steht heute die praktische Nutzung dieser Infrastruktur im Mittelpunkt.

„Wir sprechen heute nicht mehr über die notwendige Einführung der E-Rechnung, sondern über ihren unbestreitbaren und unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen. Unternehmen und Selbständige, die auf etablierte Provider und offene Standards setzen, schaffen problemlos die Grundlage für automatisierte Prozesse, hohe Datenqualität und die nächsten regulatorischen Entwicklungsschritte.“

Thomas Philipp Reiter, VeR-Vorstandsmitglied

Provider werden zum Enabler der digitalen Transformation

Ein zentrales Thema vieler Vorträge war die Rolle professioneller E-Invoicing-Provider. Die E-Rechnung endet nicht beim Versand einer strukturierten XML-Datei. Sie bildet vielmehr die Basis für vollständig digitale Purchase-to-Pay- und Order-to-Cash-Prozesse und schafft zugleich die Voraussetzungen für zukünftige Meldesysteme.

So wurde auf dem E-Rechnungsgipfel einmal mehr deutlich, dass Unternehmen den einfachsten, sichersten und wirtschaftlichsten Weg wählen, wenn sie auf spezialisierte Provider setzen. Im Zusammenspiel mit interoperablen Netzwerken und dem Five-Corner-Modell entstehen durchgängige Prozesse mit hohem Automatisierungsgrad und einer dauerhaft hohen Datenqualität.

Handel zeigt den Weg

Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Panel „Mehr Automatisierung, bessere Datenqualität: Erfolgswege für die E-Rechnung im Handel“. Die Diskussion machte deutlich, dass gerade Handelsunternehmen aufgrund ihrer hohen Transaktionsvolumina erheblich von standardisierten Prozessen und automatisierten Abläufen profitieren.

Für den VeR bestätigt dies zugleich die Bedeutung des Arbeitskreises „E-Rechnung im Handel“, der Unternehmen, Lösungsanbieter und Handelspartner zusammenbringt, um branchenspezifische Anforderungen zu diskutieren und praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln.

„Der Handel gehört zu den Branchen, in denen sich der Mehrwert digitaler Prozesse besonders schnell und besonders deutlich zeigt. Genau deshalb bringen wir im VeR die relevanten Akteure zusammen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die weit über die reine Erfüllung gesetzlicher Vorgaben hinausgehen.“

Richard Luthardt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des VeR

Die E-Rechnung ist der Ausgangspunkt – nicht das Ziel

Ein weiteres zentrales Ergebnis des E-Rechnungsgipfels war die Erkenntnis, dass die elektronische Rechnung längst nicht mehr isoliert betrachtet werden kann. Sie bildet die Grundlage für automatisierte Finanzprozesse, hochwertige Daten und zukünftige digitale Meldesysteme – und damit für die Real-Time Economy.

„Die Einführung der E-Rechnung ist kein abgeschlossenes Projekt. Sie ist der Ausgangspunkt für die weitere Digitalisierung kaufmännischer Prozesse. Standards, Interoperabilität und die enge Zusammenarbeit aller Marktteilnehmer werden darüber entscheiden, wie erfolgreich wir diesen Wandel gestalten. Als VeR verstehen wir uns als Plattform, die diesen Austausch organisiert und die fachliche Entwicklung aktiv vorantreibt.“

Andreas Killinger, VeR-Vorstandsmitglied

Nicht diskutieren. Machen!

Der E-Rechnungsgipfel 2026 hat deutlich gemacht, dass die Diskussion um die elektronische Rechnung eine neue Phase erreicht hat. Die technischen Grundlagen sind gelegt, die Infrastruktur steht und die Marktteilnehmer verfügen über das notwendige Know-how. Jetzt gilt es, diese Voraussetzungen konsequent zu nutzen.

Mit seiner erstmaligen Rolle als offizieller Thought Leader hat der VeR diesen Wandel nicht nur begleitet, sondern die zentralen Debatten des Kongresses maßgeblich geprägt. Die Botschaft des Gipfels ist eindeutig: Die E-Rechnung ist längst mehr als eine gesetzliche Pflicht. Sie ist die digitale Infrastruktur, auf der die nächsten Entwicklungsschritte der Wirtschaft aufbauen.

VeR-Strategiepapier zum Meldesystem

Strategiepier zum Meldesystem

Das Strategiepapier „Effiziente Umsetzung des Meldesystems“ wurde vom Arbeitskreis Meldesystem des VeR erarbeitet und steht ab sofort zum Download bereit.

Es kann unter Angabe der Urheberinformationen auch für die weitere fachliche Berichterstattung genutzt und/oder direkt zum Download weiterverwendet werden.

Weitere Informationen und Pressematerial:
https://www.verband-e-rechnung.org/umsatzsteuer-meldesystem-deutschland/

 

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