E-Invoicing Glossar

In einer hochspezialiserten Branche gibt es immer auch zahlreiche, für Nicht-Experten nur schwer verständliche Fachbegriffe, Redewendungen und Abkürzungen. Mit diesem umfangreichen Glassar rund um den elektronischen Rechnungsaustausch möchsten wir auch E-Invoicing-Neulingen den Einstieg in dieses spannende und zukunftsweisende Thema erleichtern.

Sollten Sie wider Erwarten dennoch nicht fündig werden oder zusätzliche Informationen benötigen, freuen wir uns über Ihre Nachricht an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Alphabetisches Abkürzungsverzeichnis


AWV

AWV steht für Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V. Der AWV erarbeitet Lösungen für wirtschaftliche Prozesse wie etwa elektronische Rechnungen oder Arbeitszeitmanagement. Der AWV wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und die Industrie gefördert und ist einer der Initiatoren des FeRD.

BMF

Bundesminiterium der Finanzen

BMWi

Bundesministerium für Wirtschaft und Industrie

CEN

Das CEN (frz: Comité Européen de Normalisation; zu Deutsch: Europäisches Komitee für Normung) hat unter anderem die Aufgabe, die europäische Wirtschaft im globalen Handel zu fördern. Das CEN ist eine private, nicht gewinnorientierte Organisation.

EAN

Die European Article Number wurde 2009 durch die GTIN abgelöst und diente der internationalen Identifizierung von Produkten. Die Nummer besteht aus 8 bzw. 13 Zeichen und wird zentral durch GS1 verwaltet.

EDI

Electronical Data Interchange steht für den elektronischen Austausch von Daten.

UN/EDIFACT

UN/EDIFACT steht für United Nations Electronic Data Interchange For Administration, Commerce and Transport. EDIFACT ist ein branchenübergreifender internationaler Standard für das Format elektronischer Daten im Geschäftsverkehr und zugleich einer von mehreren internationalen EDI-Standards. 

E-Invoicing

E-Invoicing (kurz für Electronical Invoicing) meint die elektronische Rechnungsübermittlung bzw. den elektronischen Rechnungsaustausch.

FeRD

Das Forum elektronische Rechnung Deutschland wird von AWV, BMWi, GS1 und VeR unterstützt und hat das ZUGFeRD-Format als Standard für den einfachen und branchenübergreifenden Austausch von elektronischen Rechnungen entwickelt.

GDPdU

Die Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen enthalten insbesondere Regeln zur Aufbewahrung elektronischer Unterlagen und zur Mitwirkungspflicht der Steuerpflichtigen bei der steuerlichen Außenprüfung. Es handelt sich hierbei um eine Verwaltungsanweisung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF-Schreiben), in der dieses bestimmte Rechtsnormen aus der Abgabenordnung und dem Umsatzsteuergesetz zur digitalen Aufbewahrung von Buchhaltungen, Buchungsbelegen und Rechnungen konkretisiert. Für Veranlagungszeiträume nach dem 31.12.2014 wurden die GDPdU mittlerweile durch die GoBD abgelöst. (Quelle: Wikipedia)

GLN

Global Location Number: Über diese von der GS1 vergebene eindeutige Nummer sind Unternehmen weltweit identifizierbar. Die Vergabe der Nummer ist kostenpflichtig und wird in Deutschland von "GS1 Germany" in Köln vergeben. Sie ist der Nachfolger der ILN.

GoBD

Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff. Am 14. November 2014 hat das Bundesministerium der Finanzen mit einem Schreiben die GoBD veröffentlicht. Die GoBD gelten für Veranlagungszeiträume, die nach dem 31.12.2014 beginnen. Sie ersetzen damit die bisher geltenden GoBS aus dem Jahre 1995 und die GDPdU aus dem Jahre 2001.

GoBS

Die Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS) sind Regeln zur Buchführung mittels Datenverarbeitungssystemen. Sie stellen lediglich eine Präzisierung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) im Hinblick auf die DV-Buchführung dar. Für Veranlagungszeiträume nach dem 31.12.2014 wurden die GoBS mittlerweile durch die GoBD abgelöst. (Quelle: Wikipedia)

GS1

Global Standards One ist eine weltweite Organisation zur Verbesserung und Vereinfachung von Wertschöpfungsketten, etwa durch die Vergabe eindeutiger Identifizierungsnummer für Unternehmen (GLN) oder Artikel (GTIN). (Mehr: www.gs1-germany.de)

GTIN

Die Global Trade Item Number kennzeichnet weltweit eindeutig Produkte und Packstücke. Diese Nummer wird von GS1 Germany vergeben und hat einen festen Aufbau bei der Zusammensetzung der Nummer. GTIN gibt es in verschiedenen Klassen (Anzahl Ziffern). Die GTIN ist der Nachfolger der EAN.

ILN

Die International Location Number ist eine weltweit eindeutige Identnummer zur  Identifizierung von Industrie, Handels- und Dienstleistungsbetrieben, welche von der GS1 Germany vergeben wurde. Sie ist der Vorgänger der GLN.

Interoperabilität

Soweit sich ein Rechnungssteller oder Rechnungsempfänger exklusiv für einen E-Invoicing-Provider entschieden hat, bedarf es für einen reibungslosen elektronischen Rechnungsaustausch (Roaming) zwischen diesem und anderen Rechnungsstellern und/oder Empfängern bzw. deren Providern sowohl aus technischer als auch inhaltlicher Sicht einer entsprechenden Interoperabilität zwischen den Providern.

PDF/A (PDF/A-3)

Das Portable Document Format (deutsch: [trans]portables Dokumentenformat) ist ein plattformunabhängiges Dateiformat für Dokumente. Das PDF/A (bzw. das PDF/A3) ist ein spezielles Format, welches für die Langzeitarchivierung optimiert wurde.

QeS

Die Qualifizierte elektronische Signatur dient der Absicherung der Herkunft und Unversehrtheit (Integrität und Authentizität) von Nachrichten oder Dokumenten. Durch die Gleichstellung der elektronischen Rechnung mit der Papierrechnung im Juli 2011 ist der Einsatz im Rahmen der elektronischen Rechnungsstellung aus steuerlicher Sicht nicht mehr zwingend vorgeschrieben.

Revisionssicherheit

Der Begriff „Revisionssicherheit“ bezieht sich auf die revisionssichere Archivierung für elektronische Archivsysteme, die in Deutschland den Anforderungen des Handelsgesetzbuches (§§ 239, 257 HGB), der Abgabenordnung (§§ 146, 147 AO), der Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS), der Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) und weiteren steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Vorgaben entsprechen. Der Begriff orientiert sich damit am Verständnis der Revision aus wirtschaftlicher Sicht und betrifft aufbewahrungspflichtige oder aufbewahrungswürdige Informationen und Dokumente. 

Er beinhaltet:

  • Ordnungsmäßigkeit
  • Vollständigkeit
  • Sicherheit des Gesamtverfahrens
  • Schutz vor Veränderung und Verfälschung
  • Sicherung vor Verlust
  • Nutzung nur durch Berechtigte
  • Einhaltung der Aufbewahrungsfristen
  • Dokumentation des Verfahrens
  • Nachvollziehbarkeit
  • Prüfbarkeit (Lesbarkeit)

(Quelle: Wikipedia)

Roaming

siehe: Interoperabilität 

Web EDI

Unter Web EDI werden internetbasierte Anwendungen verstanden, die es Unternehmen ohne entsprechende eigene EDV-Systeme erlauben, Nachrichten (wie eine elektronische Bestellung oder Rechnung) an den Empfänger zu übermitteln.

XML

Extensible Markup Language (deutsch: erweiterbare Auszeichnungssprache), ist ein weit verbreitetes Format um elektronisch strukturiert Daten auszutauschen.

ZUGFeRD

Das Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) hat ein gemeinsames übergreifendes Format für elektronische Rechnungen erarbeitet, das für den Rechnungsaustausch zwischen Unternehmen, Behörden und Verbrauchern genutzt werden kann und den Austausch strukturierter Daten zwischen Rechnungssteller und Rechnungsempfänger ermöglicht („ZUGFeRD“ Format). ZUGFeRD steht für Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland.

Eine ZUGFeRD-Rechnung stellt ein hybrides Format dar, welches aus einer bildlichen Darstellung der Rechnung (PDF/A-3-Datei) und einem strukturierten und maschinell auswertbaren Datensatz besteht. Dieser ist in einer XML-Datei abgelegt, welche wiederum als Anhang in die PDF-Datei eingebettet ist.

End FAQ (muss hier stehen bleiben!)

Die Rolle der Provider

Weitere Informationen

 

Termine & Veranstaltungen

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SEEBURGER E-Invoicing-Reihe ZUGFeRD & Co.
Teil 9 - E-Invoicing auf internationaler Ebene
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